Berenberg sieht potentielle Bodenbildung bei Öl, wenig Chancen bei Industriemetallen

Die Berenberg Bank hat in Ihrem Makro Research die aktuelle Lage der Rohstoffmärkte analysiert.

Öl:

Auf den Rohstoffmärkten könnte es für Öl (XD0015948363) zu einer Bodenbildung nach dem jüngsten Preisverfall kommen. Auch wenn es nicht in Kürze zu einer einer gemeinsamen Linie der OPEC-Staaten kommen werde, seien die Aussichten auf eine Kürzung der Fördermenge so konkret wie lange nicht.
In der OPEC gibt es große Bereitschaft für eine Kürzung der Fördermenge, nur das Schwergewichtigste Mitgliedsland, Saudi-Arabien, hat sich bisher dagegen verwehrt. Neben Saudi-Arabien spielt der Iran eine Schlüsselrolle, da beide Staaten politische Gegner sind. Der Iran sei willens auf den Markt zurück zu kehren und in der Lage kurzfristig seine Fördermenge um 500 000 Barrel pro Tag zu erhöhen. 2011 lag die Exporte bei 3 Mio. Barrel / Tag.
In einem Sondertreffen zwischen Russland und der OPEC soll es um eine Verringerung der Förderung um bis zu 5% gehen. Die OPEC alleine fördert ca. 40 Mio. Barrel am Tag. Da der Angebotsüberschuss je nach Quelle zwischen 1 Mio. Barrel (laut IEA) und 2 Mio. Barrel (OPEC) liege und für 2016 ein Anstieg des Bedarfs von 1,2 Mio. Barrel / Tag prognostiziert wird, würde eine solche Verringerung reichen um ein Gleichgewicht herzustellen. Das wiederum könnte zu einem Jahresdurchschnittspreis über den erwarteten 30$ für 2016 und 40$ für 2017 liegen.

Gold:

Der Kursverfall auf den weltweiten Aktienmärkten zu Jahresbeginn, die Sorge um die Konjunktur in China sowie der unterbrochene Aufwärtstrend des Dollars haben zu einem 6%igen Anstieg des Goldpreises (XC0009655157) geführt.
Vor allem in China nehme die Nachfrage stetig zu, die über Hongkong abgewickelten Goldimporte sind gegenüber dem Vorjahr um 20% gestiegen, in Indien um 10%. Die physische Nachfrage bleibe also konstant, weswegen die Berenberg Bank zum Schluss kommt, dass Gold ein geeignetes Mittel der Portfolio-Diversifikation bleibt.

Industriemetalle:

Hier hänge die Preisentwicklung 2016, wie im Vorjahr, wesentlich von der angebotenen Menge ab.

Aus: Pflüger, Wolfgang: Berenberg Makro - Rohstoffe vom 05.02.2016

Pflüger, Wolfgang: Berenberg Makro –
Rohstoffe vom 05.02.2016

Bei Kupfer (XC0005705501) habe eine Bilanzauswertung ergeben, dass zum aktuellen Preisniveau von 4.500$ / Tonne rund die Hälfte aller Unternehmen Verluste einfahren. Eine Kürzung der Förderung von 22 Mio. Tonnen auf ca. 21 Mio. Tonnen pro Jahr sei angekündigt, dieser stünde jedoch 1 Mio. Tonnen Kupfer aus neu erschlossenen Minen gegenüber. Die Aussichten dürften hier also von der Angebotsseite nicht besser werden. Der Kupfer Preis weißt zudem eine recht enge Korrelation mit dem Einkaufsmanagerindex der chinesischen Indsutrie auf.

Auch bei Zink (XC0005705584) solle in diesem Jahr ingesamt 9% (entspricht 900.000 Tonnen) weniger geförder werden, hinzu komme die Insolvenz vom prominenten Förderer Horsehead (US4406943054) und die Erschöpfung einiger Vorkommen in Irland und Australien, wodurch es insgesamt zu einem Angebotsdefizit kommen könnte.

Alle anderen Industriemetalle würden sich in diesem Jahr zwischen Kupfer und Zink bewegen.

 

 

Original-Report der Berenberg Bank.

 

 

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by am1nT Lesezeit 2 min
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