Wie man (leicht eingeschränkt) am Lithium-Boom partizipieren kann

<tl;dr>: Lithium boomt auf Grund von Anforderungen an Batterien und E-Mobilität. Eine weitere Steigerung der Nachfrage ist sehr wahrscheinlich. Ein direktes Investment in den Rohstoff ist nicht möglich, man muss auf Einzelwerte ausweichen.

Der Boom der Lithiumnachfrage ist in der Breite der Investoren angekommen, wie der Artikel von Thomas Klemm in der FAS vom 26.02.2017 zeigt. In diesem ist die aktuelle Situation und die sich ergebenden Chancen gut zusammen gefasst.

Am Beispiel der sogenannten Gigafactory, in der von Tesla Motors und Panasonic Lithium-Ionen Zellen für Elektroautos hergestellt werden, wird die wachsende Nachfrage illustriert, die zu einem Preisanstieg von 60% im letzen Jahr und über 200% gegenüber 2014 für eine Tonne Lithium geführt hat (der Autor beruft sich auf einen Index der Analysten von Benchmark Mineral Intelligence (http://benchmarkminerals.com/category/lithium).
Ein Chart der Seite Metalary bestätigt diese Zahlen nicht ganz, der Trend ist aber auch hier klar erkennbar.

Lege man die optimistischen Prognosen zu Grunde, dass bis 2040 jeder dritte Neuwagen ein E-Auto sei, würde die Nachfrage (bei einem konstanten Wachstum von 16%) an Lithium dessen Angebot schon bis 2025 um 100.000 Tonnen übersteigen. Die Vorkommen von Lithium auf der Erde seien noch lange nicht erschöpft und verteilten sich hauptsächlich auf Australien, Chile und Argentinien.

Die Schwierigkeit der Preisbestimmung und damit ein Problem für Investoren liegt darin, dass der Rohstoff Lithium nicht an der Börse gehandelt, sondern zwischen Förderern und verarbeitender Industrie festgelegt wird.

Ein direktes Investment in den Rohstoff ist also nicht möglich, man kann aber gut in Produzenten und Förderunternehmen investieren. Albemarle (US0126531013), FMC (US3024913036 [bitte nicht mit Fresenius Medical Care verwechseln]) (beide USA), Tianqi Lithium (Ticker: 002466:CH, China) und Sociedad Quimíca y Minera de Chile (US8336351056, sADR) kontrollieren als Oligopol 90% der weltweiten Produktion von Lithium. Beim größten Produzenten Albemarle macht das Lithium-Geschäft aber nur 14% des Gesamtumsatzes aus, sodass man bei einem Anstieg des Lithium-Preises der Unternehmenserfolg und damit der Aktienkurs überwiegend von anderen Faktoren abhänig ist.
Minenunternehmen, die ausschließlich Lithium fördern sind Orocobre (AU000000ORE0) und Neometals (US64050X1028, sADR).
Indirekt profitieren aber auch etablierte Unternehmen wie LG Chem (KR7051910008) und Panasonic (JP3866800000) als Batterienhersteller und Tesla (US88160R1014) als Vorreiter in Sachen Elektroautos vom Lithium-Boom. Zwar ist die direkte Partizipation an Preisanstiegen auch hier deutlich geringer, es handelt sich aber immerhin um etablierte Unternehmen, mit hoher Marktkapitalisierung, die erheblich unempfindlicher für potentielle negative Entwicklungen auf dem Lithium-Markt sind.

Der Artikel nennt darüber hinaus als diversifizierte Anlageform den Fonds Structured Solutions Lithium Index Strategie Fonds (LU0470205575) von Commodity Capital, der sich am „S-Box Lithium Index“ orientiert, der wiederum die „25 größten Lithium-Firmen der Welt“ abbildet, ohne genauer darauf einzugehen, wie diese definiert sind.
Laut Übersicht der Einzelwerte sind unter den 25 Titeln die oben genannten Sociedad Quimíca, FMC und Orocobre, es lässt sich aber nur zu insgesamt sechs Einzelwerten ein Handel feststellen und nur die erwähnten drei notieren überhalb von einem Euro. Inwieweit der genannte Fonds die Wertentwicklung der 25 Unternehmen überhaupt abbilden kann erscheint also fraglich.

 

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by am1nT Lesezeit 2 min
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